02. Dezember 2019
Schon direkt nach dem Angaloppieren fühlt sich die Bewegung mühsam und schwerfällig an. Deinen Wunsch, mit tanzenden Hufen und schaukelnden Bewegung den Reitplatz zu erobern, teilt dein Pferd (zumindest im Moment) noch nicht. Die Anstrengung, jeden Galoppsprung ‚herausreiten‘ zu müssen, kann enorm frustrierend sein. Besonders, wenn es trotz aller Bemühungen nicht reicht und dein Pferd nach wenigen Sprüngen wieder im Stechtrab – oder für dich noch schlimmer – im Schritt unterwegs ist.

28. Oktober 2019
Egal, ob es Galadriels Verfolgung durch die schwarzen Reiter ist oder eine schöne Dressur-Sequenz - Galopp berührt uns emotional. Im echten Leben fühlen wir uns leider beim Galoppieren nicht immer so wie die Helden unserer Fantasie. Vielleicht galoppierst Du grundsätzlich gern, hast aber mit deinem Pferd dabei eher die Assoziation eines Motorrades in Kurvenlage und Endgeschwindigkeit.

17. Oktober 2019
Nachdem Du das erste Mal angaloppiert bist, ist dein Pferd hektisch. Im Schritt tippelt es, im Trab rennt es. Ständig versucht es wieder, neu anzugaloppieren. Du wirst immer fester in der Hand und fängst an, deinen Rücken anzuspannen und entlastend über deinem Pferd zu schweben. Nach dem Galopp ist dein Reitvergnügen erstmal vorbei.

31. Juli 2019
Dein Pferd läuft gut los. Du bist zufrieden. Nach 20 Minuten ist es jedoch, als ob sich ein Schalter umgelegt: Es wird eilig. Von einem harmonischen Reitdialog keine Spur. Es fällt Dir schwer, noch einen einigermaßen guten Abschluss zu finden.

25. Juli 2019
Du reitest wiederholt Schritt-Trab-Übergänge. Jedes Mal reißt Dein Pferd den Kopf hoch – egal wie sehr Du versuchst, alles richtig zu machen. Die Frustration breitet sich wie eine schwere schwarze Wolke in Deinem Bauch aus und trübt Deine gesamte Reitzeit ein. Dieses Gefühl kennen Reiter auf jedem Niveau. Völlig egal, ob Dein Waterloo der Trab-Schritt-Übergang oder Mittelgalopp-versammelter Galopp ist.

17. Mai 2019
Unsere Hände sind unsere geschicktesten Werkzeuge. Aber nicht nur das. Sie ermöglichen es uns, zu fühlen und zu kommunizieren. Das ist beim Reiten, bei dem wir über unsere Hände Kontakt zu dem empfindsamen Pferdemaul halten, von besonderer Wichtigkeit.

11. April 2019
Wir alle kennen das Gefühl, wie furchtbar es ist, wenn das eigene Pferd krank ist. Die Hilflosigkeit, bis der Tierarzt kommt. Das bange Gefühl, wenn man den Stall betritt und nicht weiß, wie es dem Pferd geht. Als wäre all dies nicht schlimm genug, summieren sich im Ernstfall die Tierarztkosten. Die Ausgaben für unser Pferd sind auf einmal viel höher, als sonst eingeplant.

25. Februar 2019
Ich bin nicht zufrieden. Mein Pferd ist auf der linken Hand nicht so locker, wie ich mir das wünschen würde. Zwei Stunden später: Ein lautes Knallen ist im Yoga-Raum zu hören. Das war ich. Genauer: Mein Fuß. Nach der Anweisung, meinen Fuß nach einer Übung LEISE zwischen meinen Händen abzusetzen.

04. Februar 2019
Bist Du auch schon mal eine Übung wieder und wieder geritten, bei der immer wieder der gleiche Fehler auftrat? Und hast gehofft, dass es irgendwann schon besser werden würde? ...Zu hoffen, dass etwas besser wird, wenn wir es auf dieselbe Art und Weise einfach wiederholen, ist ungefähr genauso, als ob man ein Gericht mit den exakt selben Zutaten immer wieder neu kocht, obwohl es nicht schmeckt. Und zu hoffen, dass doch irgendwann etwas Wohlschmeckendes dabei herauskommt.

17. Januar 2019
Beim Reiten suchen wir Harmonie mit dem Pferd. Da sind sich alle Reiter einig. Aber wie konsequent setzen wir diesen Wunsch in unserem Stall-Alltag bereits im menschlichen Miteinander um?

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