Was mir wichtig ist...

 

Gutes Reiten bedeutet für mich, dass etwas entsteht, das weit mehr ist als ein Mensch, der auf dem Rücken eines Pferdes sitzt. Ich bin sehr dankbar dafür, dies Tag für Tag mit- und selbst zu erleben.

 

Wir sind in das Leben der Pferde getreten, nicht umgekehrt. Deswegen ist es unsere Verantwortung, die gemeinsame Zeit (und das Leben der Pferde) so gut und so nah wie möglich an den physischen und psychischen Bedürfnissen des Pferdes zu gestalten. Ein ganzheitliches Management (Ausrüstung, Fütterung, Osteopathie etc.) des Athleten Pferd gehören für mich selbstverständlich dazu.

 

Pferde sind von Natur aus nicht dazu geschaffen, vom Menschen geritten zu werden. Und wir können sie durch sinnvolle Gymnastizierung dazu befähigen, uns mit Freude zu tragen, ohne davon Schaden zu nehmen. Deswegen lautet ein wichtiger Leitsatz meiner Arbeit: „Die Dressur ist für die Pferde da, nicht die Pferde für die Dressur.” Für mich bedeutet das, dass die dressurmäßige Ausbildung etwas für das Pferd tun muss - nicht umgekehrt: Durch gutes Dressurreiten wird jedes Pferd - unabhängig von seiner Rasse - athletischer, kraftvoller, geschmeidiger, zufriedener und motivierter.  

 

Zu Reiten bedeutet für mich, dass ich mich auf eine Reise begebe, die nie zu Ende ist. Gleichzeitig ist es eine Reise zu mir selbst. Ein guter Reiter zu sein bedeutet für mich, nie aufzuhören, an der eigenen Entwicklung zu arbeiten. Das bezieht sich sowohl auf das Wissen über Pferd und Mensch (z.B. Biomechanik und Verhalten, insbesondere das Lernverhalten), aber auch die eigene Beweglichkeit und Fitness sowie die Bereitschaft, sich im Umgang und Training immer neu zu hinterfragen.

 

Goethe prägte den für mich wegweisenden Satz: „Der Wunsch ist der Vorbote der Fähigkeiten, die in Dir liegen.” Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass jeder Mensch, der den Wunsch hat, schöne Momente beim dressurmässigen Reiten seines Pferdes zu erleben, auch die Fähigkeit dazu hat. Vielleicht ist sie einfach nur noch nicht entwickelt. Er/sie muss nur bereit sein, sich für seinen Wunsch auf den Weg zu machen. Der ist zugegebenermaßen nicht immer einfach. In der Pferdeausbildung ist es wie beim Wandern: Die Wege mit den schönsten Ausblicken, Ansichten und Erlebnissen sind selten diejenigen, die sich am leichtesten begehen lassen.

 

Für mich ist beim Reiten wie beim Wandern die Qualität der Zeit, mit der man unterwegs ist, entscheidend dafür, ob es ein schöner Weg war oder nicht (und auch dafür, ob wir gesund ankommen). Und nicht, wie schnell ich mein Ziel erreiche.

 

Und so sehe ich mich als eine Reisebegleitung, die dir und deinem Pferd einen Weg sucht, den ihr gut bewältigen könnt und an dem ihr gleichzeitig wachsen könnt. Mit gut gewählten Etappenzielen, die dich deinem großen Traum Stück für Stück näher bringen.

 

Ausbildungen und Berufserfahrung

  • Bis 2003 erfolgreiche Turnierteilnahme
  • 2003 bis Mai 2009 Studium der angewandten Kulturwissenschaften in Lüneburg
  • Während des Studiums habe ich bereits unterrichtet
  • 2004 - 2007 Teilnahme an Ausbilderkurs „Schule der Légèreté“ bei Philippe Karl. Im März 2007 bestanden.
  • Seit 2004 regelmäßiger Unterricht / Kursteilnahme
    bei Nancy Heiber
  • April - November 2007 Praktikum bei Philippe Karl in Frankreich
  • 2007 - 2010 Fortführungskurse bei Philippe Karl
  • Seit Juni 2009 selbstständige Tätigkeit als mobile Reitlehrerin
  • 2013/2014 Artikelserie zur Dressur-Ausbildung in der "Phryso"
  • 2015 Buchveröffentlichung "An die Hand genommen"