Hat Dein Pferd ein Konto?

Wir alle kennen das Gefühl, wie furchtbar es ist, wenn das eigene Pferd krank ist. Die Hilflosigkeit, bis der Tierarzt kommt. Das bange Gefühl, wenn man den Stall betritt und nicht weiß, wie es dem Pferd geht. Als wäre all dies nicht schlimm genug, summieren sich im Ernstfall die Tierarztkosten. Die Ausgaben für unser Pferd sind auf einmal viel höher, als sonst eingeplant.

 

Vorsorgen ist besser als Heilen... 

 

Wir wünschen uns alle, dass so etwas hoffentlich nie passiert. Und in vielen Bereichen kann man sein Pferd auch durch eine gute Ausbildung schützen und sogar gesünder machen. Aber auch, wenn wir es schonend ausbilden und trainieren,und uns Gedanken um die bestmögliche Gymnastizierung machen, an uns und unserem Sitz arbeiten, Fütterung und Equipment managen, und es in der bestmöglichen Haltungsform steht, ist dies leider kein Garant für eine immerwährende Gesundheit. Es gibt Bereiche im Leben unseres Pferdes, auf die wir leider wenig Einfluss haben.

 

In diesem Artikel geht es nicht um den emotionalen Umgang mit dem Thema ‚krankes Pferd‘. Ich möchte nur Vorschläge machen, um im Fall der Fälle zumindest finanziell gewappnet zu sein.

 

Häufig denkt man ja erst über diese Dinge nach, wenn es bereits zu spät ist. Zumindest ging es mir so. Operationen waren für mich immer weit weg. Bis meine Stute nacheinander auf beiden Augen eine periodische Augenentzündung bekam und -Gott sei Dank- erfolgreich operiert wurde. Eine OP-Versicherung hatte ich damals aber leider (noch) nicht.

 

So sicherst Du dich ab

 

Vielleicht bist Du in der glücklichen Lage, mit Leichtigkeit alle Kosten für dein Pferd stemmen zu können, egal, was auf dich zukommt. Dann ist dieser Artikel für dich nicht relevant.

 

Ist das nicht der Fall, solltest Du Dir überlegen, wie Du dich für den Ernstfall absichern kannst, bevor er (hoffentlich nie) eintritt.

Zum einen gibt es sowohl OP-Versicherungen, als auch Tierkrankenversicherungen. Informiere dich bei verschieden Anbietern und finde die Lösung, die für dich und dein Pferd passt, wenn Du an einem Versicherungsschutz interessiert bist. 

 

Zum anderen gibt es neben Versicherungen (und ihren Vor- und Nachteilen) noch eine weitere Variante, die ich sehr gut finde. Diese kannst Du auch zusätzlich zu einer Versicherung nutzen:

 

Hierbei sparst Du regelmäßig monatlich einen festen Betrag für Dein Pferd. Viele Banken bieten kostenlose Sparkonten zu einem Girokonto an. Dort bekommst Du zwar keine Zinsen, aber dein Geld ist sicher vorm ‚aus Versehen‘ ausgegeben werden. Auf dieses Konto richtest Du dir einen Dauerauftrag ein. 

Wenn Du z.B. monatlich 35,- Euro überweist, sind das im Jahr 420 Euro. Die können bei der (hoffentlich ausbleibenden) nächsten großen Tierarztrechnung (oder sonstigen ‚außer der Reihe-Ausgaben‘) schon sehr helfen. 35,- Euro entsprechen ca 12 Coffee to go oder Ähnlichem, sind etwas mehr als ein Euro pro Tag. Auch wenn Du das Geld gerade nicht über hast, gibt es Bereiche, an denen man es einsparen kann, ohne dass es weh tut.

Der Dauerauftrag ist praktisch, weil automatisch überwiesen wird und man nicht immer neu entscheiden muss. Das Geld ist einfach nicht mehr auf dem Konto und sicher vorm Ausgegeben werden.

 

So gehst Du es an:

 

1.    Erkundige dich bei deiner Bank, ob Du zu deinem Girokonto ein kostenloses Sparkonto eröffnen kannst. Alternativ schau dich nach Tagesgeldkonten um. Da gibt es zwar gerade auch keine oder kaum Zinsen drauf, aber das Geld ist einen Tag später verfügbar. Auch hier gibt es kostenlose Modelle.

2.    Überleg dir, wieviel Du monatlich sparen kannst und richte einen Dauerauftrag ein.

3.    Bis Du einen (individuell unterschiedlichen) Betrag angespart hast, der dir im Ernstfall helfen würde, gehe nicht an das Geld. Mit dem, was drüber liegt, kannst Du ja andere außerordentliche Ausgaben für Dein Pferd bezahlen.

 

Ich schreibe diesen Blog in der Hoffnung, dass er wirkt wie der Regenschirm, den man mitnimmt, damit es nicht regnet: Dass ihr hilfreiche Vorkehrungen für eurer Pferd trefft, die ihr dann nicht brauchen werdet.

 

 Ich freue mich sehr, wenn Du diesen Blogbeitrag teilst. Und wenn Du mehr Impulse für deine tägliche Arbeit bekommen möchtest, freue ich mich sehr, wenn Du mir bei Instagram unter @kristinamariajanssen folgst und meine Facebook-Seite „Dressur-Ausbildung Kristina Janssen“ likst.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0