Die innere Stimme - Hilfe oder Hindernis?


Wir merken, dass wir am inneren Zügel ziehen. Und ärgern uns, dass wir denselben Fehler schon wieder gemacht haben... Würde ein Reitlehrer mit uns so reden, wie wir uns in dem Moment innerlich selber anfahren, würden wir uns vermutlich schnell einen anderen suchen.
 
Der Ton macht die Musik – auch bei uns selbst
 
Von der Art und Weise, wie wir mit uns selber reden, hängt im überraschend hohen Maße die Stimmung ab, in der wir trainieren. Und somit auch der Erfolg, mit dem wir Neues verinnerlichen. Denn ich persönlich glaube, dass kein Mensch schneller lernt, wenn er ‚klein gemacht‘ wird (egal ob von sich selbst oder von anderen.) Ich bin überzeugt, dass eine konstruktive Stimmung uns zu persönlichen Bestleistungen befähigt. Und dazu gehört in allererster Linie der Umgang mit uns selbst! In diesem Fall: Welchen Dialog wir währende des Reitens in unserem Kopf mit uns selbst führen.
 
Eins ist sicher: Dir wird nichts besser gelingen, wenn Du dir innerlich vorwirfst, was für ein talentfreier Reiter Du doch bist, der schon wieder am inneren Zügel zieht. Und es vermutlich nie lernen wird...
Entspannender und motivierender wäre es doch, sich innerlich aufmunternd zuzulächeln und es in Ruhe nochmal zu probieren: ‚Oh, ich habe es gemerkt! Dann kann ich beim nächsten Mal noch früher dran denken, wieder loszulassen. Jetzt habe ich die Möglichkeit, das zu ändern.‘
Denn die gute Nachricht lautet: Wenn wir merken, dass ein ‚Fehler‘ passiert, ist der schwierigste Teil der Veränderung schon geschafft. Unbewusstes Abläufe sind uns bewusst geworden. Wir entwickeln bereits ein neues Verhalten.
 
Stell Dir vor, Du wärst Dir dein eigener Reitlehrer. (In den Tagen, in denen Du alleine reitest, bist Du das ja auch!) Wie hättest Du gerne, dass mit dir gesprochen wird? Wie würdest Du mit anderen sprechen? In einer entspannten Atmosphäre reitet es sich besser und setzt sich auch besser um. 
 
Wenn wir hart und ungeduldig mit uns selbst sind, kann es passieren, dass wir es möglicherweise auch mit unserem Pferd sind. Sind wir verständnisvoll ermutigend mit uns, sind wir es auch mit dem Pferd. (Und mit den Reitern um uns herum.)
 
Dieser Post meint NICHT, dass es nicht wichtig ist, konstant und sehr genau an der eigenen Entwicklung zu arbeiten. 
Denn genau diese Arbeit an sich selbst macht das Reiten besser.  
Es geht darum, dass Du dir DABEI selbst ein freundlicher und ermutigender Trainer wirst. Damit Fortschritt noch schneller passieren kann und wir unterwegs mehr Freude am Lernen haben.

 

3 Maßnahmen für freundlichere innere Dialoge

 

1. Mach Dir bewusst, wie Du "mit dir" sprichst.

2. Nimm Dir die Zeit, negative Aussagen in konstruktive Aussagen umzuformulieren.

3. Lobe nicht nur dein Pferd sondern auch mal dich selbst!
 
Also, sei freundlich mit dir, deinem Pferd und deinen Mitmenschen! Wie immer gilt: Der Weg ist das Ziel. Ich plädiere für mehr Spaß unterwegs – beim Lernen und Wachsen und für schnelleren Fortschritt!
 
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