Wie Du auch in schwierigen Phasen schöne Momente entdeckst

Kennst Du diese Momente, in denen Du das Gefühl hast, bei der Ausbildung deines Pferdes auf der Stelle zu treten? In denen die Unzufriedenheit über das, was noch nicht klappt, überwiegt?

Was wäre, wenn Du jetzt entscheiden könntest, eine schönere Zeit mit deinem Pferd zu erleben? Ganz unabhängig davon, wo ihr gerade in eurer Ausbildung steht?

 

DIE WAHRNEHMUNG FOLGT DER AUFMERKSAMKEIT

 

Reiten und Reitunterricht sind oft auf das Suchen von Fehlern und deren Verbesserung ausgerichtet. Für die Weiterentwicklung ist das natürlich richtig und wichtig.

Dieser ‚Optimierungswahn‘ kann jedoch dazu führen, dass wir viele schöne Momente regelrecht verpassen.

 

Das liegt daran, dass unsere Wahrnehmung unserer Aufmerksamkeit folgt. In schwierigen Ausbildungsphasen fokussiert man sich schnell auf die vermeintlichen Fehler. Man beisst sich zunehmend daran fest und verliert all das, was  gut gelingt, aus den Augen. Die Stimmung beim Reiten verschlechtert sich und Frustration entsteht.

Das sind schlechte Voraussetzungen für eine konstruktive Weiterentwicklung von Reiter und Pferd.

SCHÖNE MOMENTE ENTDECKEN

 

Die gute Nachricht lautet, dass Du entscheiden kannst, was Du wahrnimmst. Um die schönen Momente auch in schwierigen Phasen zu entdecken, gibt es ein einfaches Mittel:

Lege dir ein Notizbuch bereit, in das Du nach jedem Training stichpunktartig 3 Punkte einträgst, die gut waren. Oder über die Du dich gefreut hast. Oder für die Du dankbar bist.

 

Zum Beispiel:

- Die gute Dehnungshaltung im Trab

- dein Pferd ist beim Aufsteigen stehen geblieben

- du bist beim Angaloppieren sitzen geblieben

- ...

Ein schöner Zeitpunkt dafür ist z.B., wenn dein Pferd nach dem Reiten unter der Abschwitzdecke steht und Du noch einen Moment wartest, bis Du es wieder auf die Weide bringst.

 

Du wirst überrascht sein, wie schnell sich die Stimmung in deiner Trainingseinheit ändert. Und wie viel mehr Freude Du schon während des Reitens empfindest. Einfach, weil Du dich entschieden hast, die schönen Momente zu entdecken und wertzuschätzen.

 

Die schönen Momente waren auch vorher schon da. Du hast sie nur nicht bewusst ‚erlebt‘. Du wirst zufriedener sein, ein besseres Bewusstsein dafür bekommen, was ihr schon hinbekommen habt und eine freundlichere Grundhaltung dir und deinem Pferd gegenüber entwickeln. In dieser Verfassung können Pferde und Menschen, - nebenbei bemerkt - besser lernen und umsetzen.

 

Liest Du später nochmal nach, wirst Du feststellen, was sich alles getan hat. Vielleicht lernst Du dich dabei auch ein bisschen besser kennen, und merkst, dass Du dich über andere Dinge freust, als Du vorher dachtest, dass sie wichtig sind.

 

Das bedeutet natürlich nicht, dass Du aufhören sollst, an dir zu arbeiten oder nach Ursachen von Problemen zu suchen. Aber eben mit einer dankbareren Grundhaltung. Denn:

„Nicht die Glücklichen [Reiter] sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“

Francis Bacon

 

Ich freue mich sehr, wenn Du ausprobierst, was ein ‚Schöne Momente-Tagebuch‘ für dich und dein Pferd tun kann. Vielleicht machst Du sowas ja auch schon. Poste doch ein Bild von deinem Notizbuch in die Kommentare und erzähle, was sich für dich dadurch verändert hat!

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Doreen (Dienstag, 06 Februar 2018 12:40)

    Hallo Kristina, wundervoll! :)

  • #2

    Carsten K. (Donnerstag, 15 Februar 2018 18:17)

    Die Dankbarkeit für schöne Momente in einem Notizbuch, welches vielleicht auch nur in meinem Kopf besteht, entwickelt in mir einen großen Respekt dem Pferd gegenüber.- Die schönen Momente werden so nicht zur Selbstverständlichkeit.

    Danke Kristina!